Donnerstag, 17. Mai 2018

Rezension zu "Ein Sommer in den Hamptons"

Autor: Karen Swan
Erscheinungsdatum: 16.04.2018
Verlag: Goldmann
ISBN: 9783442487509
Preis: 10,00€

Bewertung: ★★★★☆

Für Ro bricht eine Welt zusammen, als ihr Freund Matt für ein halbes Jahr auf einen Selbstfindungstripp nach Südostasien geht. 
Bei einem ihrer Fotoaufträge bekommt sie dann aber die Chance den Sommer an der Seite der Schönen und Reichen in den Hamptons zu verbringen. 
Und so beginnt für Ro ein Abenteuer, das ihre Welt auf den Kopf stellt.

Das Cover finde ich eigentlich ganz schön, wenn auch ein wenig kitschig. 
Die Dünen und das Mädchen davor entsprechen doch schon sehr dem Klischee von einem klassischen Liebesroman. 
Dennoch passt es sehr gut zur Geschichte. 

Als ich gesehen habe, wie dick das Buch ist, war ich zunächst skeptisch. 
Was kann man denn alles in eine Geschichte packen, in der es eigentlich nur darum geht, dass ein Mädchen vor ihren Problemen zu Hause flieht? 
Und so bekam ich es dann mit der Angst zutun, dass es sich ewig ziehen würde, und ich Weihnachten noch nicht fertig werden würde. 
Aber wie es nunmal immer kommt: die Dinge sind selten so, wie man sie erwartet. 
Ich bin gleich zu Beginn gut in die Geschichte hineingekommen, wobei ich bis zum Schluss mit Rowena nicht so richtig warm werden konnte. 
Ich fand sie einfach schrecklich naiv und teilweise so furchtbar kindisch, dass ich die Augen verdrehen musste. 
Meiner Meinung nach hat sie auch nie wirklich versucht sich in ihre neue Umgebung einzufügen und seien wir mal ehrlich: Wer läuft denn als erwachsene Frau monatelang in den Klamotten ihres Freundes rum?!
Die anderen Charaktere haben mir da schon um einiges besser gefallen. 
Vor allem Bobbi und Hump haben meine Stimmung regelmäßig gehoben mit ihrer frechen, aber doch sehr liebevollen Art. 
Generell hat mir das Gleichgewicht zwischen den Charakteren sehr gut gefallen. Von neureichen Intriganten bis zu bescheidenen Arbeitern war alles dabei. 
Und auch die Geschichte an sich hat mich nicht enttäuscht. 
Es passiert sehr viel, aber glücklicherweise nicht alles auf einmal, sodass man nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. 
Für meinen Geschmack hätte es vielleicht nicht unbedingt 600 Seiten gebraucht, es wäre auch kürzer gegangen, aber das soll jetzt nicht der größte Kritikpunkt werden. 
Der Verlauf der Geschichte war schön flüssig und nachvollziehbar, lediglich das Ereignis ganz am Ende kam mir persönlich ein wenig zu kurz. 
Im Endeffekt hat das ganze Buch auf dieses Ereignis hingearbeitet und dann wird es auf nur drei Seiten abgespeist -  Schade. 
Der Schreibstil dagegen hat mir auch sehr gut gefallen, flüssig und gut verständlich, sodass das Buch die perfekte Strandlektüre darstellt. 

Fazit: 
Schönes Buch mit packender Geschichte und sympathischen Charakteren. Darf in keinem Koffer für den Sommerurlaub fehlen!

Dienstag, 24. April 2018

Rezension zu "Die Chocolaterie der Träume"

Autor: Manuela Inusa
Erscheinungsdatum: 15.01.2018
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783734105012
Preis: 9,99€



Bewertung: ★★★★☆

Keira führt eigentlich ein glückliches Leben. Ihre kleine Chocolaterie in der Valerie Lane läuft gut und mit ihren Freundinnen versteht sie sich prächtig. Wenn da nur nicht ihre Beziehungsprobleme mit Jordan wären, die ihr einfach keine Ruhe lassen. 

Auch dieses Cover ist einfach nur bezaubernd. Die Farben passen perfekt zusammen und entführen den Leser alleine schon beim Hinsehen in die wunderbare Valerie Lane! 

Zunächst: dieser Teil gefällt mir fast besser, als der erste. 
Das liegt wohl vor allem daran, dass die Protagonistin nicht ganz so verloren wirkt, wie zuvor Laurie. 
Keira ist ein herzensguter Mensch, die mit beiden Beinen im Leben steht und eigentlich weiß was sie will. 
Allerdings fand ich auch hier das Hin und Her mit Jordan ein wenig too much. 
Das hat mir ein wenig das Gefühl eines naiven Hausmütterchens gegeben. 
Ich bin nur froh, dass sie irgendwann aus dieser Lethargie flüchten konnte, und endlich die starke Frau geworden ist, die sie sein sollte. 
Auch in diesem Band gefällt mir die Atmosphäre sehr gut. 
Ich habe mich auf der Valerie Lane stehen sehen, ich habe die Schokolade schmecken und die eisige Winterkälte spüren können. 
Und auch der Verlauf der Geschichte war ganz nach meinem Geschmack: ein wenig Drama, Geheimnisse und geheimnisvolle Unbekannte. 
Das einzige Manko ist, wie bereits erwähnt, die Situation mit Jordan. 
Ich hatte einfach das Gefühl, dass das ganze künstlich in die länge gezogen wird, und dass das Keira in ein schlechtes Licht rückt.
Beim ersten Teil hatte ich bemängelt, dass die Dialoge oft steif und einstudiert wirken. Das hat sich zum Glück gebessert, aber ganz natürlich wirkt es leider immernoch nicht. 
Der Schreibstil war auch hier wieder wunderbar zu lesen, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. 

Fazit:
Eine wunderbare Fortsetzung voller Gefühl und leckerer Rezepte. Ich kann die Folgebände kaum erwarten. 

Donnerstag, 12. April 2018

Rezension zu "Der kleine Teeladen zum Glück"

Autor: Manuela Inusa
Erscheinungsdatum: 16.10.2017
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783734105005
Preis: 9,99€



Bewertung: ★★★★☆

Die Valerie Lane in Oxford ist die romantischste Straße Englands. Hier betreiben fünf Freundinnen ihre kleinen Läden und sind ganz im Stil von Valerie Bonham immer füreinander da. So auch für Laurie, die unsterblich in Barry verliebt ist, sich aber nicht traut den ersten Schritt zu machen. 
Doch so leicht lassen sie sich nicht unterkriegen und schmieden einen Plan...

Ich bin verliebt in dieses Cover. Es baut genau die richtige Stimmung auf, ohne kitschig zu sein und es versetzt dich direkt in die zauberhafte Valerie Lane. 

Ganz zu Anfang hatte ich Angst es würde ein furchtbar kitschiger Roman werden, mit einer Überdosis Drama und nur wenig konkreter Handlung. 
Aber das Cover hat mich so sehr angesprochen, dass ich gar nicht anders konnte, als es zu lesen. 
Nun ja, ein wenig Kitsch und Drama gab es auch hier, aber ich schätze das gehört wohl einfach in einen Liebesroman. 
Die Story an sich hat mir super gut gefallen, die schöne Atmosphäre, die Detailverliebtheit und einfach alles drumherum hat gepasst. 
Nur mit Laurie konnte ich mich leider so gar nicht anfreunden. 
Sie wirkt wie ein kleines Kind, nicht wie eine 32-jährige Frau, die mitten im Leben steht. 
Sie ist wahnsinnig unbeholfen und einfach super negativ, davon hätte ich mir weniger gewünscht. 
Und auch ihre Unterhaltungen wirken allesamt sehr steif und konstruiert, als hätte sie irgendeinen Text auswendig gelernt, den sie jetzt runterrattert. 
Ich hätte ehrlich gesagt auch gehofft, dass sie als Ladenbesitzerin ein wenig selbstständiger ist, aber sie hat ja ständig bei irgendetwas Hilfe gebraucht - da musste ich schon das ein oder andere Mal die Augen verdrehen. 
Im Großen und Ganzen hat mich Laurie leider, im Vergleich zu den anderen Charakteren, ein wenig genervt. 
Ich hoffe, dass die Folgebände ein wenig stärkere Frauen zeigen. 
Ansonsten muss ich aber sagen, dass ich doch sehr positiv überrascht bin. 
Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht, trotz Lauries anstrengender Art.
Über das Ende war ich dann auch sehr glücklich und habe mich richtig mit den Freundinnen gefreut. 
Schließlich muss ich auch noch den Schreibstil loben: er ist zwar einfach und sehr verständlich, aber dennoch fesselt er den Leser und entführt ihn in die träumerische Valerie Lane.

Fazit: 
Ein wunderbares Buch, perfekt geeignet für warme Sommertage auf dem Balkon oder im Garten. Ich freue mich schon sehr auf die folgenden Teile!

Mittwoch, 4. April 2018

Rezension zu "Alles was glänzt"

Autor: Marie Gamillscheg
Erscheinungsdatum: 19.03.2018
Verlag: Luchterhand
ISBN: 9783630875613
Preis: 18,00€

Bewertung: ★☆☆☆☆

Ein Dorf ist in Aufruhr, denn es sterben Menschen und alles verändert sich. Schuld daran ist nur der Berg, der das Dorf zu verschlingen droht.

Das Cover ist schön gestaltet. Die kühlen Farben und die Zeichnung des Berges - passt alles sehr gut zusammen. 

Ich muss gestehen, ich weiß gar nicht, was ich hier schreiben soll. Schon die Inhaltszusammenfassung ist mir schwer gefallen, denn ganz ehrlich: ich habe beim besten Willen nicht verstanden, wohin die Reise hier geht. 
Die Charaktere sind hier vielleicht sogar das einzig positive. 
Wenn man so ihre Geschichten liest, hat man das kleine Bergdorf mit seinen verbitterten und eigensinnigen Bewohnern bildlich vor Augen. 
Allerdings haben diese Geschichten für mich überhaupt keinen Zusammenhang. 
Irgendwo dreht sich alles um Martins Tod und die Umsiedlung und dann um ein Fest, aber mir hat einfach der Kontext gefehlt. 
Ich hatte nach jedem Kapitel, eigentlich nach jeder Seite ein dickes Fragezeichen im Gesicht und hab mich richtig verloren gefühlt. 
Auch der Schreibstil hat das ganze nicht besser gemacht. 
Diese abgehackten, kurzen Sätze und ein verwirrender Erzählstil haben das Buch endgültig durchfallen lassen. 
Für viele ist das vielleicht poetisch oder sprachlich äußerst versiert - für mich einfach eine Ansammlung von Alltagssituationen ohne Anfang und Ende und ohne große Aussagekraft. 

Fazit:
Ich habe, glaube ich, noch nie so eine kurze Rezension geschrieben, weil mir einfach nichts mehr dazu einfällt. 
Für mich bislang leider der Flop des Jahres.

Dienstag, 3. April 2018

Rezension zu "Dumplin'"

Autor: Julie Murphy
Erscheinungsdatum: 21.03.2018
Verlag: FISCHER FJB
ISBN: 9783841422422
Preis: 18,99€



Bewertung: ★★★☆☆

Will ist 16 und liebt Dolly Parton. Sie ist ein typisches texanisches Kleinstadtmädchen, die sich für Jungs interessiert und gerne Zeit mit Freunden verbringt. Wenn da nur nicht ihre Gewichtsprobleme wären. Als sie sich entscheidet an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen steht die Stadt Kopf und Wills Leben verändert sich von Grund auf. 

Das Cover gefällt mir sehr gut! Es ist schlicht gehalten und dennoch aussagekräftig. 
Es würde mich in der Buchhandlung auf jeden Fall ansprechen! 

Der Einstieg ins Buch war super. Will scheint eine lustige und offene Person zu sein, die sich selbst nicht zu ernst nimmt und auch über sich selbst lachen kann. 
Ich dachte mir aber schon, dass das nicht dauerhaft so bleiben wird, und dass sie einiges mehr mit sich rumschleppt, als nur ihr Gewicht. 
Und so war es dann leider auch. 
Je weiter ich gelesen habe, desto weniger mochte ich sie. 
Ich hatte das Gefühl, dass sie sich selbst gerne als Opfer darstellt, obwohl das gar nicht sein müsste, denn so viel Gegenwind hat sie meiner Meinung nach wegen ihrem Aussehen gar nicht bekommen. 
Klar, es gibt immer jemanden, der unschöne Kommentare loslässt, aber wer kennt das nicht? 
Für meine Begriffe war sie die einzige, die sich selbst permanent fertiggemacht hat und das hat mich ein wenig gestört. 
Außerdem fand ich sie ziemlich egoistisch: Sie hat alles immer nur auf sich selbst bezogen und sogar ihren Freundinnen Vorschriften gemacht, wie sie sich zu verhalten haben. Damit hat sie auf jeden Fall einige Sympathiepunkte eingebüßt. 
Gegen Ende wurde es zwar besser, aber ganz im Reinen war ich mit ihr dann doch nicht. 
Die anderen Charaktere haben mir soweit ganz gut gefallen, die einen mehr, wie zum Beispiel Bo, der sehr geheimnisvoll, aber auch sehr liebevoll war, die anderen weniger, wie Ellen, die mir am Anfang komisch vorkam, am Ende aber doch auch eine beachtliche Verwandlung hinter sich hat. 
Die Geschichte an sich ist nicht sonderlich spannend, oder actionreich, aber dem Leser wird dennoch nicht langweilig, weil immer etwas los ist! 
Was das Buch aber wirklich gerettet hat ist der Schreibstil von Julie Murphy. 
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ehe ich mich versah, hatte ich das Buch auch schon durch - großes Kompliment dafür. 
Auch das Ende hat das Buch noch ein wenig aufgewertet, denn es hat die ganze unnötigen Spannungen, die sich im Laufe der Geschichte aufgebaut haben ganz gut aufgelöst. 

Fazit: 
Ein vielversprechender Anfang und ein sehr gelungenes Ende, alles dazwischen war eher so lala. Dennoch ein schönes Buch, nicht zuletzt wegen dem tollen Schreibstil. 3,5 Sterne.

Samstag, 31. März 2018

Rezension zu "AchtNacht"

Autor: Sebastian Fitzek
Erscheinungsdatum: 14.03.2017
Verlag: Knaur Taschenbuch
ISBN: 
9783426521083
Preis: 12,99€

Bewertung: ★★★☆☆

Es ist der 08.08., 08 Uhr - Die AchtNacht beginnt. Für 24 Stunden sind Ben und Arezu vogelfrei. Jeder darf sie töten, ohne dafür bestraft zu werden, behauptet jedenfalls eine dubiose Seite im Internet.
Und der Mörder erhält auch noch eine saftige Belohnung.
Für Ben und Arezu beginnt eine Hetzjagd durch Berlin, bei der sie sich selbst der größte Feind sind.

Das Cover finde ich ehrlich gesagt ein wenig unspektakulär. Auf der anderen Seite wäre es auch sicher schwierig geworden den Inhalt des Buches passend in einer Zeichnung oder ähnlichem festzuhalten, von daher ist das so doch ganz gut gelungen.

Ich habe schon einiges von diesem Buch gehört und war daher sehr gespannt es endlich zu lesen, nachdem mir immer wieder andere Bücher dazwischengekommen sind.
Die Idee des ganzen hat mich von der Sekunde an begeistert, in der ich den Klappentext gelesen habe.
Die Aktualität und die Brisanz des Themas "Manipulation durch Massenmedien" hat mich dabei besonders gereizt.
Das Buch geht dann ein wenig unspektakulär los, es passieren keine großartigen Dinge, man lernt lediglich Ben ein wenig besser kennen.
Für meinen Geschmack ist das schon zu viel Vorgeplänkel, bevor es eigentlich richtig zur Sache geht.
Als die eigentliche AchtNacht schließlich beginnt, war ich hin- und hergerissen.
Auf der einen Seite haben mir die Geschehnisse sehr gut gefallen, sie waren spannend und haben mich gut unterhalten, auf der anderen Seite hat sich in meinen Augen alles ein wenig in die Länge gezogen.
Allerdings Hut ab für die vielen genialen Einfälle rund um die Hetzjagd und die Auflösung rund um die Urheber der AchtNacht - Langweilig wird dem Leser hier sicher nicht.
Die Charaktere fand ich eher mittelmäßig.
Arezu mit ihrer Art ist vielleicht noch ein wenig interessanter gewesen, der Rest war eher Durchschnitt und nichts was mich sonderlich begeistern würde.
Die Auflösung rund um die AchtNacht hat mir, wie gesagt, sehr gut gefallen, das hat der Geschichte noch ein wenig Würze verliehen, das Ende hingegen war mir ein bisschen zu viel Rosamunde Pilcher...im weitesten Sinn natürlich.

Fazit:
Bei weitem nicht der Beste Fitzek und leider ein wenig enttäuschend. Für die Lektüre zwischendurch aber ein, im Großen und Ganzen, gelungener Thriller.

Mittwoch, 28. März 2018

Rezension zu "Krokodilwächter"

Autor: Katrine Engberg
Erscheinungsdatum: 28.03.2018
Verlag: Diogenes
ISBN: 9783257070286
Preis: 22,00€

Bewertung: ★★★★☆

Eine junge Frau wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden, doch die Polizei tappt im Dunkeln.
Bis ein Manuskript auftaucht, dass den Mord in allen Details beschreibt.
Doch dann geschehen noch weitere mysteriöse Morde und für die Polizei beginnt die Uhr zu ticken…

Ich mag das Cover sehr gerne. Diese Krater im Umschlag finde ich super interessant und es passt auch sehr gut zum Inhalt des Buches.

Ehrlich gestanden habe ich um den Diogenes-Verlag immer einen kleinen Bogen gemacht, denn damit verbinde ich nur unliebsame Schullektüren.
Jedoch haben mich die ersten paar Seiten schon direkt gefangen genommen, denn es wurde nicht viel um den heißen Brei geredet, sondern die Autorin ist gleich zur Sache gekommen.
Das Szenario an sich war jetzt nicht sonderlich spektakulär, oder besonders furchterregend, aber durch viele individuelle Merkmale (Mehr kann ich an der Stelle nicht sagen, ohne zu spoilern) ist es dennoch nicht langweilig oder eintönig.
Allerdings muss ich zugeben, dass es, für meinen Geschmack, an manchen Stellen zu sehr in die Länge gezogen wurde.
Natürlich kamen immerwieder neue Erkenntnisse zutage, sodass man auch als Leser immer wunderbar miträtseln konnte, aber ob man wirklich alle 504 Seiten gebraucht hätte, wage ich zu bezweifeln.
Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen – von offenen, herzlichen Menschen, bis zu skrupellosen und intriganten Geschäftsleuten ist alles vertreten.
Nur Jeppe ist mir ein wenig zu klischeebehaftet. Schaut man sich eine Krimiserie im TV an, oder liest einen Krimi, so gibt es fast immer einen Kommissar, der grade bis zum Hals in einer tiefen Lebenskrise steckt und versucht diese mit Alkohol und Tabletten zu betäuben. In der Hinsicht war also nichts Neues dabei und ehrlich gesagt war mir das bei ihm auch ein wenig zu viel des Guten.
Anette dagegen ist ein wenig zu kurz gekommen, sie fand ich nämlich auch irgendwie interessant, von ihr hätte ich gerne mehr erfahren.
Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, ich bin geradezu durch die Seiten geflogen und konnte es kaum glauben, dass ich tatsächlich schon fertig bin.
Das Ende war mir dann aber doch ein wenig zu verworren, zu viele Geschichten, die zu einer zusammenfließen und zu viele Charaktere die beteiligt sind.
Hier hätte ich mir ein wenig mehr Durchblick gewünscht, aber sonst, ein sehr gelungener Krimi.

Fazit:

Ein toller Krimi mit viel Abwechslung und Spannung – Lohnt sich!