Dienstag, 2. Januar 2018

Rezension zu "Die Wellington Saga - Verlangen"

Autor: Nacho Figueras
Erscheinungsdatum: 18.09.2017
Verlag: Blanvalet
ISBN:  9783734103742
Preis: 12,99€

Bewertung ★★☆☆☆

Antonia, die uneheliche Tochter von Carlos Del Campo, dem berühmten Polospieler, führt mittlerweile ein schönes Leben mit ihren Halbbrüdern in Wellington. Doch der hübsche Enzo ist es, der ihr Glück perfekt machen kann. Grade als die beiden sich näher kommen, holt Noni ihre Vergangenheit ein und die Situation droht zu eskalieren. 

Auch hier gefällt mir das Cover gut. Es ist nicht zu aufdringlich und bringt einen Hauch Eleganz ins Bücherregal. 

Für mich hat die Wellington Saga eher holprig begonnen, da ich den ersten Teil eher mittelmäßig und langwierig fand. 
Der zweite hingegen hat mich mehr als nur positiv überrascht und so hatte ich gehofft, dass der dritte allem die Krone aufsetzt und die fünf Sterne abstaubt. 
Leider wurde ich gleich zu Beginn in meiner Euphorie gebremst. 
Die Geschichte beginnt schon wie ein Rosamunde Pilcher Film mit einem Übermaß an Emotionen und gekünstelten Situationen. 
Die Charaktere an sich sind, wie auch in den vergangenen Teilen, größtenteils gut gelungen. 
Leider hatten Alejandro, Kat und Co. eher kurze Auftritte, wodurch Noni nur noch negativer aufgefallen ist. 
Wie so oft ist die weibliche Hauptperson in einem Buch genau so wie eine Frau nicht dargestellt werden sollte: schwach, naiv und unbeholfen. Wären das nur Momente oder Phasen gewesen, hätte ich das wohl nichtmal erwähnt. 
Wenn sich diese Charaktereigenschaften allerdings wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht, ist das nur noch anstrengend. 
Oft habe ich einfach nur die Augen verdreht über die schiere Dummheit von Noni und die Art und Weise wie sie Dinge angeht. 
Sicherlich wurden viele Dinge auch unnötig verkompliziert, aber man hätte sicherlich eine elegantere Lösung finden können, als Antonia ständig von einem Fehler in den nächsten rennen zu lassen.
Klar, dass der Autor damit Spannung erzeugen wollte, das ist ihm nur leider nicht gelungen, denn vieles wurde irgendwann nur noch unrealistisch.
Auch die Liebesgeschichte mit Enzo war für meinen Geschmack viel zu voraussehbar und gestellt - viel Drama, wenig Liebe, und noch viel mehr Kitsch. 
Das ist eigentlich auch das einzige wovon dieses Buch mehr als genug hat. Drama und Kitsch. Man ertrinkt förmlich darin, nach 100 Seiten hatte ich bereits genug. 
Einzig positiv ist hier wohl der Schreibstil zu erwähnen, denn auch durch diesen Teil bin ich trotz schlechter Story durchgeflogen, denn er ließt sich sehr flüssig. 

Fazit: Leider ein sehr schlechter Abschluss der Reihe mit einer Überdosis Kitsch und sonst eher dürftigem Inhalt.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Rezension zu "Der schwarze Thron - die Schwestern"

Autor: Kendare Blake
Erscheinungsdatum: 09.05.2017
Verlag: Penhaligon
ISBN: 9783764531447
Preis: 14,99€


Bewertung ★★★★☆

Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Schwestern - doch sie sind nicht glücklich vereint bis an ihr Lebensende. Sie sind dem Tode geweiht, denn sie sind Königinnen, und nur eine von Ihnen schafft es auf den Thron. Doch die Jagd beginnt bereits vor dem Jahr des Aufstiegs. 

Ein tolles Cover, fantasievoll, nicht zu überladen und es spiegelt die Geschichte wunderbar wieder. Allerdings muss ich zugeben, dass es mich im Laden wohl auf den ersten Blick nicht sonderlich begeistern würde.

Ich habe das Buch zufällig entdeckt und fand die Geschichte auf Anhieb sehr ansprechend. 
Ich erwartete eine Mischung aus Fantasy, Dystopie und Liebesroman und bis zu einem gewissen Punkt habe ich von allem drei etwas bekommen. 
Leider beginnt das Buch ein wenig schleppend, sodass ich zunächst Angst hatte, dass ich wohl ewig dafür brauchen würde und es am Ende doch nur langweilig ist. 
Am Anfang wird man ein wenig überfahren mit neuen, hier und da vielleicht ungewöhnlichen Namen, neuen Orten und faszinierenden Phänomenen, sodass ich mich ein wenig erschlagen gefühlt habe. 
Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und auch an die relativ schnellen Ortswechsel. 
Mir persönlich haben die Szenen bei den Giftmischern am besten gefallen, sodass ich es ein wenig schade fand, dass Katharines Geschichte ein wenig zu kurz kam. 
Zumindest kam es mir so vor, dass Mirabella und vor allem Arsinoe in diesem Band eher eine Hauptrolle gespielt haben. 
Die Charaktere an sich haben mir sehr gut gefallen, auch wenn sie hier und da ein wenig zu naiv und kindlich waren. 
Auch die Nebencharaktere wie Jules und Natalia sind sehr gut gelungen und passen einfach perfekt zu den Königinnen. 
Die Idee hinter dem Ganzen hat mich am meisten begeistert. 
Keine übermäßige Fantasy, keine Vampire, Werwölfe und andere ausgelutschte Gestalten, sondern verhältnismäßig Bodenständige Gaben, die mir so noch nie begegnet sind. 
Auch die Tatsache, dass die Liebe in diesem Buch nicht eine ganz so wichtige Rolle spielt fand ich ganz gut. 
Normalerweise bin ich ja ein großer Fan davon, wenn sich in ein spannendes Abenteuer auch eine kitschige Liebesgeschichte einmischt. 
Hier hat die Autorin allerdings genau die richtige Dosis gefunden, dass der Leser nicht vom Wesentlichen abgelenkt wird.
Es war ein wenig schade, dass die Szene um das Beltanefest im Vergleich zu den Vorgeschichten ein wenig kurz geraten ist, dafür geht der nächste Band hoffentlich genauso spannend weiter, wie der erste aufgehört hat. 
Der Schreibstil hat mich auch begeistert. Nachdem ich mich eingelesen habe hat mich das Buch und der Kampf zwischen den Schwestern nicht mehr losgelassen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände. 

Fazit: Nach einem eher langgezogenen Anfang erwartet den Leser eine spannende Geschichte mit einem überraschenden Ende und eine menge Vorfreude darauf, wie es im Jahr des Aufstiegs weitergeht.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Rezension zu "Royal Destiny"

Autor: Geneva Lee
Erscheinungsdatum: 21.08.2018
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783734104763
Preis: 12,99€

Bewertung ★★★☆☆

Das Drama um die Royals geht weiter: Während Smith den Mann ausfindig machen will, der für Belle zur Gefahr wird, versucht Alexander den Mörder seines Vaters zu finden, ohne dabei Clara und Elisabeth in Gefahr zu bringen. Wie stark diese beiden Geschichten miteinander verwoben sind, ahnt zunächst niemand, denn zuerst steht noch die royale Hochzeit von Prinz Edward mit seinem Verlobten David an. 

Die dritte Generation der Royals Bücher geht mit einem neuen Cover Design ins Rennen. Auch das hier finde ich wieder sehr schön, schlicht gehalten, dennoch romantisch und träumerisch. 

Nachdem sich die ersten drei Bücher der Saga um Alexander und Clara gedreht haben und die nächsten drei sich der Liebesgeschichte zwischen Belle und Smith gewidmet haben, war ich gespannt, was mich wohl in diesem Band erwarten würde. 
Mit einem Medley aller Beteiligten hatte ich allerdings nicht gerechnet, 
Und damit bin ich auch bis zum Schluss nicht wirklich klar gekommen. 
Das Ganze war mir viel zu unbeständig und sprunghaft und einfach noch viel zu unausgereift. 
Dafür dass die beiden Liebesgeschichten jeweils drei Bände gebraucht haben, um auf den Punkt zu kommen, an dem sie jetzt sind, erscheint mir ein Buch zu wenig, um die Probleme der Royals zu lösen.
Natürlich ist mir bewusst, dass da noch zwei Bände kommen, aber ich sehe trotzdem nicht, wie die Rechnung aufgehen soll, ohne dass einige wichtige Details auf der Strecke bleiben. Was mir gut gefallen hat, ist, dass auch die Geschichte zwischen Edward und David ein paar Seiten gewidmet wird. 
Allerdings hatte ich den Eindruck, es wurde nur eingebaut, um eine Quote zu erfüllen, oder ein paar Seiten zu füllen, denn allzu aussagekräftig waren diese Kapitel nicht. 
Auch was die Spannung und den Sex angeht hat dieser Band stark nachgelassen. 
War in den letzten Bänden noch auf jeder zweiten Seite eine heiße Sexszene, werden diese hier eher zur Seltenheit und auch eher langweilig. 
Das Feuer, das mich in den vorangegangenen Bänden so begeistert hat, brennt hier leider einfach nicht mehr. 
Positiv ist sicherlich, wie immer, der Schreibstil, denn auch Band sieben lässt sich wunderbar flüssig und leicht lesen. 
Auch die Charaktere sind ein wenig gereift, vor allem Clara und Belle sind nicht mehr die naiven Dummerchen, die mich sonst immer so aufgeregt haben, sondern werden immer erträglicher. 

Fazit: Band sieben kommt nicht ansatzweise an seine Vorgänger heran, ist aber dennoch ein nettes Buch für zwischendurch. Mittlerweile aber eher Romanze, als Erotikliteratur. 

Montag, 21. August 2017

Rezension zu "Beautiful Liars - Verbotene Gefühle"

Autor: Katherine McGee
Erscheinungsdatum: 01.09.2017
Verlag: Ravensburger Buchverlag
ISBN: 9783473401536
Preis: 17,00€



Bewertung: ★★★★★

Der größte Tower der Welt steht in New York und zählt 1000 Etagen. Die besser betuchten, die "Highliers" besiedeln die obersten Stockwerke, während die Unter- und die Mittelschicht weiter unten leben - je ärmer, desto tiefer. Inmitten einer scheinbar perfekt kalkulierten Welt haben jedoch viele Teenager ganz eigene Probleme, die mitunter tödlich enden könnten. 

Was für ein wunder, wunder, wunderschönes Cover! Die Farben spielen perfekt zusammen, im Hintergrund der Tower (zugegeben, ich habe ein wenig gebraucht, bis ich ihn als diesen identifiziert habe) und das hübsche Mädchen, das den Inhalt des Buches wiederspiegelt. Besser hätte man es wohl nicht machen können.

Bereits der Klappentext dieses Buches hat mich so sehr fasziniert, dass mir klar war: ich muss es lesen! 
Dann war ich zu Beginn ein wenig verwirrt, denn das Buch beginnt mit dem Ende. Erst dachte ich, so wird in die Handlung eingestiegen und war schon ein wenig enttäuscht, dass es gleich mit einem Knall losgeht, wo man doch die Charaktere alle noch gar nicht kennengelernt hat.
Als dann die Rückblende kam, hab ich mich wieder beruhigt und konnte voll und ganz in die Geschichte abtauchen. 
Dabei hätte ich niemals gedacht, dass mich die Geschichte so dermaßen mitreißen könnte. Ich war von Anfang an so drin, dass die Seiten nur so vorbeigeflogen sind, und ehe ich mich versah, hatte ich die Hälfte des Buches schon hinter mir gelassen. 
Nach nichtmal 24 Stunden war ich dann auch schon durch und hätte heulen können, dass ich nun auf Teil 2 warten muss und erstmal nicht erfahre, wie es im Tower weitergeht. 
Für mich persönlich eine Neuheit: Ich habe mich in jeden einzelnen der Charaktere verliebt. In die Bösen, wie in die Guten. 
Normalerweise gibt es immer jemanden, der mich zur Weißglut treibt und über den ich mich dann ausgiebig auslassen möchte, aber hier geht das einfach nicht. Jeder einzelne ist so stark und detailliert ausgearbeitet, dass ich Stunden bräuchte, um sie gegeneinander abzuwägen, also halte ich es kurz und knapp: Ich habe bei jeder Person mitgefiebert und mitgefühlt und möchte jeden besser kennenlernen. 
Die vielen Perspektiven haben mir auch nichts ausgemacht - so konnte man einen guten Einblick sowohl in Up-, als auch in Down- Tower bekommen. 
Zu Beginn waren die Namen für mich ein wenig schwierig, denn sie sind ja schon recht außergewöhnlich, aber durch die vielen besonderen Charaktereigenschaften und Begebenheiten konnte ich mir schnell eine Art Mind-Map im Kopf erstellen und die einzelnen Personen auch schnell miteinander verknüpfen. 
Die vielen verschiedenen Handlungen haben mir natürlich am meisten gefallen. Wie versprochen ist dieses Buch eine Mischung zwischen der Gegensätzlichkeit aus "Gossip Girl" und der Intrigen aus "Pretty Little Liars". 
Die Probleme der Jugendlichen sind dabei eigentlich mehr oder weniger banal und viele von uns dürften sich darin wiederfinden, aber die ganze Atmosphäre rund um den Tower macht das alles zu etwas besonderem. 
Ich fand es einfach wunderbar, wie viele Gedanken sich die Autorin um die Ausarbeitung des Konzepts des höchsten Wolkenkratzers der Welt gemacht hat. 
Sie hat alles so detailiert beschrieben und so viele Vorgänge kreiert, dass ich mich wirklich als Teil des Ganzen gefühlt habe. 
Und wenn man so drüber nachdenkt ist das alles auch gar nicht so unwahrscheinlich - für mich eine ebenso spannende, wie erschreckende Erkenntnis. 
Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und kann den zweiten Teil kaum erwarten. 

Fazit: 
Ein fantastisches Debüt von Katharine McGee und für mich persönlich bisher das beste Buch des Jahres! 

Sonntag, 13. August 2017

Rezension zu "Die Wellington Saga - Verführung"

Autor: Nacho Figueras
Erscheinungsdatum: 17.07.2017
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783734103735
Preis: 12,99€

Bewertung: ★★★★☆

Sebastian del Campo, Profi Polospieler und Playboy führt ein wildes Leben. Als er die Regisseurin Kat kennenlernt kommt es für ihn das erste mal in Frage einen Gang runterzuschalten und sein Verhalten zu überdenken. Doch er scheint seine Vergangenheit nicht hinter sich lassen zu können und droht alles zu verlieren. 

Auch hier gefällt mir das Cover gut. Es ist nicht zu aufdringlich und bringt einen Hauch Eleganz ins Bücherregal. 

Da ich vom ersten Teil bereits ein wenig enttäuscht war, habe ich hin und her überlegt, ob ich den zweiten Teil noch lese. 
Und weil ich es überhaupt nicht mag eine Reihe zu beginnen, dann aber nicht zu beenden, habe ich mich doch dazu entschieden. 
Die Geschichte hat mir viel besser gefallen, als im ersten Teil. 
Zwar überzeugt sie auch hier nicht mit Tiefgang und bedeutungsvollen Dialogen, aber wenigstens gibt es hier mehr Handlung und mehr Drama, sodass es nicht langweilig wurde. 
Die Charaktere haben mir auch besser gefallen. Nicht zuletzt, weil Sebastian und Kat beide so ihre Ecken und Kanten haben und nicht so gestellt perfekt, wie Alejandro und Georgia.
Mir hat hier auch gefallen, dass sich nicht das ganze Buch ausschließlich um Polo dreht und sich der Handlungsort auch mal geändert hat. 
Auch die sexuelle Komponente ist viel präsenter und rundet das Ganze noch mal ein wenig mehr ab. 
Zwar hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Action gewünscht und auch ein wenig kompliziertere Probleme, nicht solche, die sich innerhalb von zwei Seiten lösen lassen, dennoch war das Buch angenehm zu lesen. 
Das schwächste daran war leider der Schreibstil. Oft kam es mir vor, als hätte das Buch ein Teenager geschrieben, der seiner Fantasie ein wenig freien Lauf lässt. 
Die vielen Einschübe auf Spanisch sind zwar nett gedacht, die Übersetzungen fand ich allerdings störend. Auch ohne Spanischkenntnisse ist es nicht sonderlich schwer die paar Wörter zu verstehen. Und mal ernsthaft: "Wie geht es dir Hijo, mein Sohn?" - wer spricht denn so? 
Ich bin nun auf jeden Fall motiviert auch den dritten Teil zu lesen und bin gespannt, was Antonia widerfahren wird. 

Fazit: Deutlich besser als der erste Teil und auf jeden Fall eine nette Lektüre für einen entspannten Nachmittag auf der Couch. 

Freitag, 11. August 2017

Rezension zu "Auf ewig dein"

Autor: Eva Völler
Erscheinungsdatum: 21.07.2017
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9783846600481
Preis: 15,00€

Bewertung: ★★★★☆


Anna und Sebastiano beginnen ein neues Kapitel in ihrem Leben: Die Zeitreise Akademie. Gemeinsam mit ihrem Freund José retten sie Menschen aus vergangener Zeit, um sie zu Zeitwächtern auszubilden. Nur so, können sie den Strom der Zeit im Gleichgewicht behalten. Doch schon bald wird die Beziehung der beiden auf die Probe gestellt und die ganze Akademie begibt sich in große Gefahr!

Wer die Cover der Zeitenzauber Trilogie schon mochte (so wie ich), wird dieses Cover LIEBEN! Die Pastellfarben und das Mädchen in dem viktorianischen Kleid vor den goldenen Dächern Londons. Das Cover lädt auf jeden Fall zum Träumen ein. 

Ich bin ja ein großer Fan der Zeitenzauber Trilogie und habe mich daher sehr gefreut, dass Anna und Sebastiano sich in einer neuen Trilogie in weitere Abenteuer stürzen. 
Zu Beginn habe ich nicht ganz verstanden, warum dafür eine zweite Reihe nötig ist, denn man hätte ja auch einfach die erste weiterführen können. 
Im Laufe des Buches kristallisiert sich allerdings heraus, dass sich die Reihen zwar ähneln, aber dennoch grundverschieden sind. 
Mit Anna hatte ich ja auch in der Zeitenzauber Trilogie so meine Probleme, denn ich fand sie zu unselbstständig. Leider zieht sich diese Charaktereigenschaft bis in die neue Buchreihe, denn auch hier musste ich oft die Augen verdrehen. 
Viel zu abhängig von Sebastiano, zu unsicher und zu anstrengend. Im Verlauf der Geschichte hat sich das zwar ein wenig gebessert, richtig warm geworden bin ich dennoch nicht mit ihr. 
Auch Sebastiano hat mich nicht von den Socken gehauen, aber ihn fand ich ja in den anderen Büchern schon so toll, vielleicht habe ich mich einfach ein Stück weit an ihn "gewöhnt". 
Allerdings konnten mich die Nebencharaktere fesseln: Besonders Ole und Fatima haben es mir angetan - so gegensätzlich und doch ähnlich und dabei auch noch so zuckersüß. Darauf, wie sich diese beiden in den Fortsetzungsbänden noch entwickeln, bin ich sehr gespannt. 
Die Handlung und die Geschichte an sich haben mir gut gefallen, auch wenn ich hin und wieder den Eindruck hatte, dass man sich als Leser ein wenig im Kreis dreht, weil in manchen Passagen ähnliche Dinge passierten, wie in anderen zuvor. Gerade das Ende konnte mich aber dann doch fesseln und mitreißen, sodass ich das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte. 
Schließlich noch ein paar lobende Worte zum Schreibstil: Ich kenne die Autorin ja bereits und war schon immer ein Fan von ihrer Art Geschichten zu erzählen, aber auch Völler - Neulinge werden sicherlich nicht enttäuscht sein: Der Schreibstil ist flüssig, packend und einfach verzaubernd, sodass man mit jedem Wort in eine fremde Zeit abtaucht. 

Fazit: 
Ein toller Auftakt einer neuen Reihe voller Abenteuer, Spannung und Liebe. Ein absolutes Muss für alle Fans der Zeitenzauber - Trilogie! 

Freitag, 4. August 2017

Rezension zu "Die Schule der Nacht"

Autor: Ann A. McDonald
Erscheinungsdatum: 22.05.2017
Verlag: Penhaligon
ISBN: 9783764531775

Preis: 19,99€
Bewertung: ★★★★★


Cassie ist endlich in Oxford angekommen. Doch sie ist nicht etwa hier, um sich ein anerkanntes Diplom abzuholen, sondern um mehr über das Leben ihrer Mutter zu erfahren. Mit ihren Nachforschungen macht sie sich jedoch nicht nur Freunde, sondern stößt bald auf die mysteriöse "Schule der Nacht". Für Cassie bricht eine dunkle Zeit an, denn das Rising steht kurz bevor.

Wenn ich nur das Cover sehen würde, würde ich vermutlich ein bisschen was anderes vom Inhalt erwarten. Ich würde wohl mehr Jugendbuch erwarten, irgendwas in die Richtung von "Bittersweet". Aber die dunklen Farben und das mysteriöse Haus bauen auf jeden Fall schon einmal eine tolle Atmosphäre auf. 

Ich gebe zu, bei diesem Buch habe ich mich ein wenig vom Hype verleiten lassen. 
Der Klappentext selbst hat mir nicht besonders zugesagt, aber ich habe so viele positive Meinungen gelesen, dass ich dachte, ich probiere es mal. 
Ich war erst ein wenig verwirrt, denn das Buch beginnt mit dem Epilog - das hatte ich vorher auch noch nie. Dieser hat mich allerdings schon so sehr gefesselt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es dazu kommt, und was genau hinter den Mauern der sagenumwogenen Universität passiert. 
Ich habe dann auch direkt in die Geschichte gefunden, wobei mir besonders gefallen hat, dass das ganze Geschehen direkt in Oxford startet und nicht erst noch die ganze Vorgeschichte der Protagonistin auseinandergenommen wird, das finde ich oft langweilig. 
Ich habe mich sofort in die Szenerie hineinversetzt gefühlt und bin vor meinem inneren Auge selbst durch die alten Gemäuer gelaufen und habe Antike Bücher in den Händen gehalten. Somit also schonmal ein dickes Plus für das Aufbauen einer tollen, düsteren Atmosphäre. 
Mit den Charakteren verhält es sich dann ein wenig anders: Cassie mochte ich zu Beginn sehr, aber mit der Zeit wurde sie mir ein wenig zu krass und zu aggressiv. Klar, sie hat eine schwere Vergangenheit. aber für meinen Geschmack war sie dann doch ein wenig too much. 
Olivia dagegen hat mich total in die Irre geführt. Erst dachte ich sie sei der obligatorische "Feind" mit der coolen Clique. Als sie sich dann aber mit Cassie angefreundet hat, alles auch noch scheinbar aufrichtig, war ich doch ein wenig überrascht. 
Generell hat mir sehr gut gefallen, dass du in diesem Buch niemandem trauen konntest. Sobald du gedacht hast, du hast den einen aufrichtigen Charakter in diesem Buch ausfindig gemacht, kommt der mit etwas um die Ecke, dass die Würfel noch einmal komplett neu mischt. 
Auch das Fehlen einer tragischen Liebesgeschichte hat mich hier überhaupt nicht gestört - ganz im Gegenteil. 
Bei so einer Art von Büchern lenken Romanzen häufig vom Wichtigen ab und kaschieren so mögliche Schwächen in der Geschichte. 
Hier hat die Autorin das Romantische allerdings auf ein Minimum begrenzt, sodass ich mich komplett auf die Schule der Nacht konzentrieren konnte. 
Gegen Ende wurde mir das alles ein wenig zu verrückt und unrealistisch, auch wenn das wunderbar in die Geschichte gepasst hat. Deswegen gibt es dafür auch keinen Punktabzug. 
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und selbst irgendwie dunkel, sodass er die Atmosphäre auch nochmal verstärkt. 
Spannungsbögen in klassischer Art und Weise sind nicht vorhanden, jedoch ist die ganze Geschichte ein einziges Mitfühlen und Miträtseln, dass es auch an Spannung nicht fehlt. 

Fazit: 
Ein tolles Buch mit toller Atmosphäre und toller Handlung. Auf jeden Fall eins meiner Highlights dieses Jahr!