Freitag, 16. Februar 2018

Rezension zu "Caras Schatten"

Autor: Elizabeth Woods
Erscheinungsdatum: 22.06.2012
Verlag: Baumhaus Verlag
ISBN: 9783833901096
Preis: 5€

Bewertung: ★★★★☆

Cara ist ein trauriges junges Mädchen. Seit sie von ihrer besten Freundin Zoe weggezogen ist geht es mit ihrem Leben bergab. In der Schule wird sie gemobbt und der süße Junge aus ihrer Stufe weiß gar nicht was es sie gibt.Doch gerade als die Situation für Cara unerträglich wird, taucht Zoe in ihrem Zimmer auf und die Dinge nehmen ihren tödlichen Lauf...

Das Schlichte Cover gefällt mir sehr gut. Das Altrosa ist wunderschön und die weißen Äste heben sich elegant davon ab und geben einen vagen Hinweis auf das Geschehen im Buch. 

Das Buch stand schon ewig auf meiner Wunschliste, aber ich hatte nie das Glück es irgendwo zu ergattern. Als ich es dann auf einer Tauschseite entdeckt habe war die Freude natürlich riesengroß und sobald es ankam habe ich auch gleich meine Nase reingesteckt. 
Den Anfang fand ich eher mittelmäßig, um nicht zu sagen schwach. 
Natürlich hat mich das Schicksal von Cara irgendwo berührt und ich fand es traurig in was für einer Situation sie sich befindet, aber auf der anderen Seite war das ganze auch ein Fall von selber Schuld. 
Klar ist es immer fies, wenn man gehänselt wird, aber vielen Situationen hätte sie super cool entkommen können, wenn sie einfach mal den Mund aufgemacht hätte. 
In dem Punkt war mir Cara einfach viel zu schwach und naiv.
Logisch hätte das dann das Image des schüchternen Mädchens zerstört und die Geschichte hätte wahrscheinlich einen anderen Lauf genommen, aber dann taucht glücklicherweise Zoe auf und Cara gewinnt ein bisschen Selbstvertrauen und schafft es ein paar Freunde zu gewinnen. 
Zoe regt mich aber ungemein auf. Diese Stimmungsschwankungen sind auf Dauer wirklich schwer zu ertragen und werden auch zunehmend gruseliger. 
Die anderen Charaktere fand ich okay...die typischen Charakterzüge, die man so auch in High School Musical wiederfinden würde: Die giftige Schönheit mit ihrer ebenso giftigen besten Freundin. NATÜRLICH  ist sie die Erzfeindin der Protagonistin und NATÜRLICH ist sie mit dem süßen Jungen zusammen. 
Der süße Junge ist NATÜRLICH übertrieben freundlich und aufmerksam und sagt einfach das Perfekte in jeder Situation.
Die Eltern sind NATÜRLICH immer am arbeiten und kümmern sich deshalb nicht um das Kind und die Freundinnen sind eher Randfiguren. 
Das Buch trieft also geradezu von Klischees und Standardphrasen. 
Warum ich hier trotzdem 4 Sterne gegeben habe? Weil ich das Buch ab der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen konnte. 
Das Ende konnte ich mir ehrlich gesagt denken...dazu gab es zu viele Hinweise, aber dennoch bleibt eine gewisse Spannung, ob man denn nun recht hat, oder nicht. 
Die Geschichte an sich finde ich auch super. Die Idee, sowie die Umsetzung. 
Wäre die erste Hälfte des Buches nicht so schwach wäre die Atmosphäre beim Lesen eine ganz andere. 
Das Ende reißt aber, wie gesagt, alles raus und hat mir wirklich eine Gänsehaut beschert. Alleine dafür hat es sich gelohnt das Buch zu lesen. 

Fazit: 
Ein Buch mit vielen Schwächen aber dafür einem umso stärkeren Ende, das vieles wieder aufwiegt. Ein tolles Buch für einen entspannten Nachmittag auf der Couch.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension zu "Kitchen"

Autor: Banana Yoshimoto
Erscheinungsdatum: 01.11.1993
Verlag: Diogenes
ISBN: 9783257261134
Preis: 10,00€

Bewertung: ★★★★★

Ein paar Worte vorab: Wie ihr seht ist dieses Buch keine Neuerscheinung. 
Aber ich habe es zum Geburtstag bekommen und daher gestern gelesen. 
(An der Stelle ein riesiges Dankeschön an Martin für dieses wunderbare Geschenk!)
Und obwohl dieses Buch schon so alt ist wie ich selbst, ist die Problematik wohl aktueller denn je!
Es ist es auf jeden Fall Wert mal einen Blick hineinzuwerfen! 


Einsamkeit ist wohl ein Gefühl, das jeder von uns kennt. Die einen trifft es härter, die anderen kommen besser damit klar. Doch wir alle haben damit zu kämpfen und wir alle müssen einen Weg finden, damit umzugehen. 

Das Cover fand ich am Anfang ziemlich langweilig und nichtssagend. Aber wenn man sich ein wenig in die Geschichte reingelesen hat, gewinnt es unglaublich an Bedeutung und passt daher einfach perfekt. 

Ich weiß gar nicht wo ich mit dieser Rezension anfangen soll...eigentlich wollte ich eine Nacht drüber schlafen, um die Eindrücke aus dem Buch zu verarbeiten, aber mich hat es einfach in den Fingern gejuckt meine Meinung zu diesem Buch niederzuschreiben. 
Ich muss gestehen, ich war ein wenig skeptisch. 
Das ist eigentlich so gar nicht mein Genre, und eigentlich mache ich mir aus asiatischen Romanen auch nicht viel - die sprechen mich einfach generell nicht an. 
Da dies ein Geburtstagsgeschenk war, hab ich aber beschlossen ihm eine Chance zu geben. Und ich bereue es keine Sekunde, ganz im Gegenteil: ich würde es bereuen, wenn ich es im Schrank hätte verstauben lassen. 
Über die Handlung kann ich nicht viel sagen, denn an sich passiert nichts spannendes: keine wilden Verfolgungsjagden, keine dubiosen Morde und keine Vampire, die in der Sonne glitzern. 
Einfach nur eine Handvoll Menschen, die versuchen mit ihrer Einsamkeit zurechtzukommen. 
Aber das Buch ist so poetisch und so einfühlsam geschrieben, dass es mir einfach die Sprache verschlagen hat. Die Autorin hat einfach durch Worte so viele Emotionen vermittelt, dass ich selbst irgendwann nicht mehr wusste, wie mir geschieht. 
Ich habe gelacht und geweint und noch mehr geweint. Besonders die Novelle am Ende, "Moonlight Shadow", hat mich in eine Gefühlswelt entführt, die ich so bisher, hervorgerufen durch ein Buch, noch nicht kannte.  
So viel Stärke und so viel Leid in einem - Hut ab an die Autorin, dass sie es wirklich schafft nur mit lyrischen Mitteln den Leser so zu verzaubern. 

Fazit: Ein unscheinbares Buch, das sich als ein wahrer Schatz herausgestellt hat. Ein Must- Read für alle Fans von fantastischer Sprache und großen Emotionen! 

Montag, 29. Januar 2018

Rezension zu "Silber - Das dritte Buch der Träume"

Autor: Kerstin Gier ..
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Verlag: FISCHER Jugendbuch
ISBN: 9783841421685
Preis: 19,99€

Bewertung: ★★★☆☆

Liv, Henry und Grayson stehen wieder vor einem großen Abenteuer: Arthur hat Rache geschworen, Secrecy ist giftiger denn je und auch Anabel mischt wieder auf den Korridoren mit.Was keiner der drei Freunde ahnen kann ist jedoch, dass es diesmal um Leben und Tod geht.

Dieses Cover finde ich von der gesamten Trilogie am schönsten. Die gesamte Aufmachung und der Silberschimmer passen einfach am Besten zum Titel und zur Handlung. 

Wie lange habe ich gewartet, bis ich dieses Buch endlich in den Händen halten durfte, um die Trilogie endlich zu beenden. 
Ich hatte mich richtig drauf gefreut mit den drei Freunden wieder in die Traumwelt abzutauchen und neue Abenteuer zu erleben. 
Nun ja - meine Stimmung schwankte durchgehend zwischen Enttäuschung und Zufriedenheit. 
Auf der einen Seite war ich super glücklich wieder in eine wunderbar dargestellte Traumwelt entführt zu werden, in der es drunter und drüber geht, sodass kaum Zeit für Langeweile war, auf der anderen Seite erschienen mir die Geschehnisse jedoch nicht ganz so spannend wie in den Vorgängerbänden. 
Mir kam es so vor, als würde sich sehr viel innerhalb der Geschichte wiederholen und oft hatte ich einfach eine Art Deja Vu, weil ein paar Seiten vorher fast eins zu eins das selbe passiert ist. 
Ich hatte diesmal auch ein wenig mit den Charakteren zu hadern. 
Liv fand ich unglaublich blauäugig und naiv, in einer Art und Weise, die über meine Toleranzgrenze hinausgeht, sodass ich einfach oft nur noch die Augen verdrehen konnte bei vielem was sie getan hat. (Vor allem die Sache mit Matt fand ich ganz furchtbar...denken Leute wirklich so?!) 
Auch die neu entfachte Liebe zu Henry kam mir ein wenig schwammig vor. 
Es kam mir sehr oberflächlich und unterkühlt vor - alles in Allem einfach unrealistisch. 
Außerdem könnte man den Eindruck bekommen, dass zwischen Grayson und Liv was läuft...bei den beiden ist für mich der Funke definitiv mehr übergesprungen, als mit Henry. 
Anabel ist in diesem Band auch auf jeden Fall zu kurz gekommen. Sie hat immer so schön viel Abwechslung in die Geschichte gebracht, dass ich finde, dass sie in diesem Buch viel zu wenig gewürdigt wurde. 
Die Handlungen an sich waren ganz nett, ab und zu mal spannend, leider nicht mehr und nicht weniger. 
Und auch das Ende war für meinen Geschmack ein wenig zu abrupt und zu durcheinander.
Der Schreibstil dagegen war, wie erwartet, wunderbar flüssig und angenehm zu lesen, sodass ich das Buch in nullkommanix durch hatte. 

Fazit:
Ein netter Abschluss einer schönen Trilogie, aber leider kann der dritte Band nicht mit seinen beiden Vorgängern mithalten. 

Dienstag, 23. Januar 2018

Rezension zu "Selkie"

Autor: Antonia Neumayer
Erscheinungsdatum: 10.04.2017
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453317994
Preis: 12,99€

Bewertung: ★★☆☆☆

Kate und ihr Bruder Gabriel versuchen so gut es geht ein normales Leben zu führen, nachdem ihre Mutter die Familie verlassen hat. Doch plötzlich taucht eine Gruppe mysteriöser Männer auf, die Gabriel in einer Nacht und Nebel Aktion mitnehmen. Kate hat Angst um ihn und beschließt ihren Bruder zu retten. Was sie jedoch nicht weiß, dass sie beide damit in tödliche Gefahr bringt. 

Das Cover hat etwas magisches. Das war es auch, was mich überzeugt hat das Buch zu lesen, denn es ist einfach sehr schön gestaltet, ohne zu kitschig zu wirken. 

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich bereits ein wenig skeptisch, ob die Geschichte wirklich was für mich ist. 
Nichtsdestotrotz hat mich das Cover überzeugt und auch ein wenig Neugier hat in die Entscheidung mit reingespielt. 
Meine Neugier wurde allerdings relativ schnell gedämpft, denn bereits der Anfang konnte mich überhaupt nicht packen. 
Ich habe bestimmt an die drei Tage gebraucht um die ersten 50 Seiten zu lesen. 
Danach wurde es zwar etwas besser, aber leider immernoch nicht gut. Die Handlung hat sich unglaublich gezogen, es ist immer das selbe passiert nur vor einem anderen Hintergrund und eventuell einem anderen Ausgang. 
Auch die Charaktere konnten mich gar nicht überzeugen.
Kate ist unglaublich anstrengend und auch wenn ihre Absichten vielleicht ehrenhaft waren, sie ist einfach nur naiv und dumm. 
Der einzige dem ich vielleicht ein wenig was abgewinnen konnte war Ian. 
Daher war ich auch ein wenig enttäuscht, dass er vergleichsweise nur eine kleine Rolle im Buch gespielt hat, vom Ende mal abgesehen. 
Die Szenen im Fort und auf den Einsätzen der Saighdear haben mir am Besten gefallen; da war wenigstens mal ein wenig Action. 
Generell wurde mir in während der ganzen Geschichte viel zu viel um den heißen Brei geredet. 
Die ganze Handlung hätte man Locker in 300 Seiten bauen können; auf über 500 Seiten wiederholt sich alles viel zu häufig und irgendwann wird es einfach nur noch anstrengend. 
Der Schreibstil war in Ordnung, wenn grade mal eine etwas spannendere Stelle im Buch kam, ist man schnell durchgekommen und konnte auch ein wenig in die Geschichte abtauchen, auf den weniger spannenden Seiten wirkte er allerdings ziemlich monoton. 

Fazit: Für meinen Geschmack ist das Buch leider viel zu eintönig und langgezogen, ohne große Spannungsmomente und interessante Charaktere - schade.

Dienstag, 2. Januar 2018

Rezension zu "Die Wellington Saga - Verlangen"

Autor: Nacho Figueras
Erscheinungsdatum: 18.09.2017
Verlag: Blanvalet
ISBN:  9783734103742
Preis: 12,99€

Bewertung ★★☆☆☆

Antonia, die uneheliche Tochter von Carlos Del Campo, dem berühmten Polospieler, führt mittlerweile ein schönes Leben mit ihren Halbbrüdern in Wellington. Doch der hübsche Enzo ist es, der ihr Glück perfekt machen kann. Grade als die beiden sich näher kommen, holt Noni ihre Vergangenheit ein und die Situation droht zu eskalieren. 

Auch hier gefällt mir das Cover gut. Es ist nicht zu aufdringlich und bringt einen Hauch Eleganz ins Bücherregal. 

Für mich hat die Wellington Saga eher holprig begonnen, da ich den ersten Teil eher mittelmäßig und langwierig fand. 
Der zweite hingegen hat mich mehr als nur positiv überrascht und so hatte ich gehofft, dass der dritte allem die Krone aufsetzt und die fünf Sterne abstaubt. 
Leider wurde ich gleich zu Beginn in meiner Euphorie gebremst. 
Die Geschichte beginnt schon wie ein Rosamunde Pilcher Film mit einem Übermaß an Emotionen und gekünstelten Situationen. 
Die Charaktere an sich sind, wie auch in den vergangenen Teilen, größtenteils gut gelungen. 
Leider hatten Alejandro, Kat und Co. eher kurze Auftritte, wodurch Noni nur noch negativer aufgefallen ist. 
Wie so oft ist die weibliche Hauptperson in einem Buch genau so wie eine Frau nicht dargestellt werden sollte: schwach, naiv und unbeholfen. Wären das nur Momente oder Phasen gewesen, hätte ich das wohl nichtmal erwähnt. 
Wenn sich diese Charaktereigenschaften allerdings wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht, ist das nur noch anstrengend. 
Oft habe ich einfach nur die Augen verdreht über die schiere Dummheit von Noni und die Art und Weise wie sie Dinge angeht. 
Sicherlich wurden viele Dinge auch unnötig verkompliziert, aber man hätte sicherlich eine elegantere Lösung finden können, als Antonia ständig von einem Fehler in den nächsten rennen zu lassen.
Klar, dass der Autor damit Spannung erzeugen wollte, das ist ihm nur leider nicht gelungen, denn vieles wurde irgendwann nur noch unrealistisch.
Auch die Liebesgeschichte mit Enzo war für meinen Geschmack viel zu voraussehbar und gestellt - viel Drama, wenig Liebe, und noch viel mehr Kitsch. 
Das ist eigentlich auch das einzige wovon dieses Buch mehr als genug hat. Drama und Kitsch. Man ertrinkt förmlich darin, nach 100 Seiten hatte ich bereits genug. 
Einzig positiv ist hier wohl der Schreibstil zu erwähnen, denn auch durch diesen Teil bin ich trotz schlechter Story durchgeflogen, denn er ließt sich sehr flüssig. 

Fazit: Leider ein sehr schlechter Abschluss der Reihe mit einer Überdosis Kitsch und sonst eher dürftigem Inhalt.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Rezension zu "Der schwarze Thron - die Schwestern"

Autor: Kendare Blake
Erscheinungsdatum: 09.05.2017
Verlag: Penhaligon
ISBN: 9783764531447
Preis: 14,99€


Bewertung ★★★★☆

Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Schwestern - doch sie sind nicht glücklich vereint bis an ihr Lebensende. Sie sind dem Tode geweiht, denn sie sind Königinnen, und nur eine von Ihnen schafft es auf den Thron. Doch die Jagd beginnt bereits vor dem Jahr des Aufstiegs. 

Ein tolles Cover, fantasievoll, nicht zu überladen und es spiegelt die Geschichte wunderbar wieder. Allerdings muss ich zugeben, dass es mich im Laden wohl auf den ersten Blick nicht sonderlich begeistern würde.

Ich habe das Buch zufällig entdeckt und fand die Geschichte auf Anhieb sehr ansprechend. 
Ich erwartete eine Mischung aus Fantasy, Dystopie und Liebesroman und bis zu einem gewissen Punkt habe ich von allem drei etwas bekommen. 
Leider beginnt das Buch ein wenig schleppend, sodass ich zunächst Angst hatte, dass ich wohl ewig dafür brauchen würde und es am Ende doch nur langweilig ist. 
Am Anfang wird man ein wenig überfahren mit neuen, hier und da vielleicht ungewöhnlichen Namen, neuen Orten und faszinierenden Phänomenen, sodass ich mich ein wenig erschlagen gefühlt habe. 
Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und auch an die relativ schnellen Ortswechsel. 
Mir persönlich haben die Szenen bei den Giftmischern am besten gefallen, sodass ich es ein wenig schade fand, dass Katharines Geschichte ein wenig zu kurz kam. 
Zumindest kam es mir so vor, dass Mirabella und vor allem Arsinoe in diesem Band eher eine Hauptrolle gespielt haben. 
Die Charaktere an sich haben mir sehr gut gefallen, auch wenn sie hier und da ein wenig zu naiv und kindlich waren. 
Auch die Nebencharaktere wie Jules und Natalia sind sehr gut gelungen und passen einfach perfekt zu den Königinnen. 
Die Idee hinter dem Ganzen hat mich am meisten begeistert. 
Keine übermäßige Fantasy, keine Vampire, Werwölfe und andere ausgelutschte Gestalten, sondern verhältnismäßig Bodenständige Gaben, die mir so noch nie begegnet sind. 
Auch die Tatsache, dass die Liebe in diesem Buch nicht eine ganz so wichtige Rolle spielt fand ich ganz gut. 
Normalerweise bin ich ja ein großer Fan davon, wenn sich in ein spannendes Abenteuer auch eine kitschige Liebesgeschichte einmischt. 
Hier hat die Autorin allerdings genau die richtige Dosis gefunden, dass der Leser nicht vom Wesentlichen abgelenkt wird.
Es war ein wenig schade, dass die Szene um das Beltanefest im Vergleich zu den Vorgeschichten ein wenig kurz geraten ist, dafür geht der nächste Band hoffentlich genauso spannend weiter, wie der erste aufgehört hat. 
Der Schreibstil hat mich auch begeistert. Nachdem ich mich eingelesen habe hat mich das Buch und der Kampf zwischen den Schwestern nicht mehr losgelassen und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände. 

Fazit: Nach einem eher langgezogenen Anfang erwartet den Leser eine spannende Geschichte mit einem überraschenden Ende und eine menge Vorfreude darauf, wie es im Jahr des Aufstiegs weitergeht.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Rezension zu "Royal Destiny"

Autor: Geneva Lee
Erscheinungsdatum: 21.08.2018
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783734104763
Preis: 12,99€

Bewertung ★★★☆☆

Das Drama um die Royals geht weiter: Während Smith den Mann ausfindig machen will, der für Belle zur Gefahr wird, versucht Alexander den Mörder seines Vaters zu finden, ohne dabei Clara und Elisabeth in Gefahr zu bringen. Wie stark diese beiden Geschichten miteinander verwoben sind, ahnt zunächst niemand, denn zuerst steht noch die royale Hochzeit von Prinz Edward mit seinem Verlobten David an. 

Die dritte Generation der Royals Bücher geht mit einem neuen Cover Design ins Rennen. Auch das hier finde ich wieder sehr schön, schlicht gehalten, dennoch romantisch und träumerisch. 

Nachdem sich die ersten drei Bücher der Saga um Alexander und Clara gedreht haben und die nächsten drei sich der Liebesgeschichte zwischen Belle und Smith gewidmet haben, war ich gespannt, was mich wohl in diesem Band erwarten würde. 
Mit einem Medley aller Beteiligten hatte ich allerdings nicht gerechnet, 
Und damit bin ich auch bis zum Schluss nicht wirklich klar gekommen. 
Das Ganze war mir viel zu unbeständig und sprunghaft und einfach noch viel zu unausgereift. 
Dafür dass die beiden Liebesgeschichten jeweils drei Bände gebraucht haben, um auf den Punkt zu kommen, an dem sie jetzt sind, erscheint mir ein Buch zu wenig, um die Probleme der Royals zu lösen.
Natürlich ist mir bewusst, dass da noch zwei Bände kommen, aber ich sehe trotzdem nicht, wie die Rechnung aufgehen soll, ohne dass einige wichtige Details auf der Strecke bleiben. Was mir gut gefallen hat, ist, dass auch die Geschichte zwischen Edward und David ein paar Seiten gewidmet wird. 
Allerdings hatte ich den Eindruck, es wurde nur eingebaut, um eine Quote zu erfüllen, oder ein paar Seiten zu füllen, denn allzu aussagekräftig waren diese Kapitel nicht. 
Auch was die Spannung und den Sex angeht hat dieser Band stark nachgelassen. 
War in den letzten Bänden noch auf jeder zweiten Seite eine heiße Sexszene, werden diese hier eher zur Seltenheit und auch eher langweilig. 
Das Feuer, das mich in den vorangegangenen Bänden so begeistert hat, brennt hier leider einfach nicht mehr. 
Positiv ist sicherlich, wie immer, der Schreibstil, denn auch Band sieben lässt sich wunderbar flüssig und leicht lesen. 
Auch die Charaktere sind ein wenig gereift, vor allem Clara und Belle sind nicht mehr die naiven Dummerchen, die mich sonst immer so aufgeregt haben, sondern werden immer erträglicher. 

Fazit: Band sieben kommt nicht ansatzweise an seine Vorgänger heran, ist aber dennoch ein nettes Buch für zwischendurch. Mittlerweile aber eher Romanze, als Erotikliteratur.