Freitag, 5. Mai 2017

Rezension zu "Brausepulverherz"

Autor: Leonie Lastella
Erscheinungsdatum: 27.04.2017
Verlag: FISCHER Taschenbuch
ISBN: 9783596035465

Preis: 9,99€

Bewertung: ★★★★☆


Jiara führt ein geregeltes Leben in Hamburg: Freund, Studium, Familie. Doch jeden Sommer kann sie für ein paar Wochen diesem Alltagstrott entfliehen und in Italien, ihrer zweiten Heimat, ausspannen. Bisher hat sie von diesen Urlauben nie viel mitgebracht, doch dieses Mal ist alles anders. Ihr Mitbringsel, groß, unverschämt gutaussehend, charmant und mit Namen Milo, droht Jiaras geregeltes Leben komplett aus der Bahn zu werfen. 

In das Cover würde ich mich in der Buchhandlung direkt verlieben! 
Das weite Meer vereint in den Silhouetten zweier Liebender...Es ist so wunderbar kitschig im Besten aller Sinne! 
Die Farbauswahl mit den Pastelltönen und den kräftigen Farben des Meeres finde ich auch sehr gelungen!

Wer hinter dem Cover einen schönen, romantischen Liebesroman vermutet, der einen zum träumen einlädt und in ein italienisches Küstenstädtchen entführt, liegt hier goldrichtig! 
Die Geschichte gefällt mir sehr gut; sie ist zwar an sich nicht unbedingt etwas neues, aber die Autorin schafft es durch ihre Erzählweise dem Leser nicht den Eindruck zu vermitteln, als hätte er sowas schon tausendmal gelesen. 
Vor allem die Perspektivenwechsel sind gelungen, denn so erfährt man nicht nur etwas über die Gefühlswelt von Jiara, sondern auch über die von Milo. 
Die Charaktere sind mir alle sympathisch, bis auf eine, und das ist, leider, eine Hauptfigur: Jiara. 
Ich persönlich habe sie als unglaublich anstrengend empfunden, kindisch, ziellos und einfach sehr, sehr nervig. Das ist leider der Grund, warum ich dem Buch keine fünf Sterne geben kann, und das tut mir wirklich im Herzen weh, denn ich habe die Lektüre wirklich genossen. 
Zwar hat Jiara ein paar "lichte Momente" in denen ich gedacht habe es würde bergauf gehen, aber sämtliche Sympathiepunkte die sie gesammelt hat, hat sie durch eine kindische Aktion nach der anderen verloren. 
Milo dagegen hat mir sehr gut gefallen. Dieses Machohafte, das Bad Boy Image, finde ich sehr anziehend und das hat er auch sehr gut rübergebracht. Nichtsdestotrotz, wie sagt man so schön: harte Schale, weicher Kern. 
Die Einblicke in seine Gefühlswelt haben auch mich dazu gebracht, mich ein wenig in ihn zu verlieben. 
Was mir noch ein wenig negativ aufgefallen ist, sind die großen Zeitsprünge. Auf der einen Seite passiert gerade etwas und fünf Seiten später sind schon drei Wochen vergangen. Das hat bei mir im Laufe der Geschichte einige Fragezeichen hinterlassen, was denn in der Zwischenzeit passiert ist. 
Besonders gut gefällt mir an diesem Buch allerdings der Schreibstil. Er ist so wunderbar flüssig und angenehm zu lesen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. 
Außerdem schafft es Leonie Lastella die italienische Dolce vita Atmosphäre super rüberzubringen, sodass ich nach der Lektüre erstmal zu meinem Lieblings-Italiener gegangen bin um mein Fernweh zu stillen.

Fazit: 
Ein wunderbares Buch über Liebe, Freundschaft und Träume, dessen einziges Manko die negativen Charakterzüge der Protagonistin sind, die hier leider den positiven überwiegen. 
Das soll aber keineswegs daran hindern das Buch zu lesen, denn es ist wirklich empfehlenswert und bringt uns sonnige Sommerlaune. 

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