Sonntag, 13. August 2017

Rezension zu "Die Wellington Saga - Verführung"

Autor: Nacho Figueras
Erscheinungsdatum: 17.07.2017
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783734103735
Preis: 12,99€

Bewertung: ★★★★☆

Sebastian del Campo, Profi Polospieler und Playboy führt ein wildes Leben. Als er die Regisseurin Kat kennenlernt kommt es für ihn das erste mal in Frage einen Gang runterzuschalten und sein Verhalten zu überdenken. Doch er scheint seine Vergangenheit nicht hinter sich lassen zu können und droht alles zu verlieren. 

Auch hier gefällt mir das Cover gut. Es ist nicht zu aufdringlich und bringt einen Hauch Eleganz ins Bücherregal. 

Da ich vom ersten Teil bereits ein wenig enttäuscht war, habe ich hin und her überlegt, ob ich den zweiten Teil noch lese. 
Und weil ich es überhaupt nicht mag eine Reihe zu beginnen, dann aber nicht zu beenden, habe ich mich doch dazu entschieden. 
Die Geschichte hat mir viel besser gefallen, als im ersten Teil. 
Zwar überzeugt sie auch hier nicht mit Tiefgang und bedeutungsvollen Dialogen, aber wenigstens gibt es hier mehr Handlung und mehr Drama, sodass es nicht langweilig wurde. 
Die Charaktere haben mir auch besser gefallen. Nicht zuletzt, weil Sebastian und Kat beide so ihre Ecken und Kanten haben und nicht so gestellt perfekt, wie Alejandro und Georgia.
Mir hat hier auch gefallen, dass sich nicht das ganze Buch ausschließlich um Polo dreht und sich der Handlungsort auch mal geändert hat. 
Auch die sexuelle Komponente ist viel präsenter und rundet das Ganze noch mal ein wenig mehr ab. 
Zwar hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Action gewünscht und auch ein wenig kompliziertere Probleme, nicht solche, die sich innerhalb von zwei Seiten lösen lassen, dennoch war das Buch angenehm zu lesen. 
Das schwächste daran war leider der Schreibstil. Oft kam es mir vor, als hätte das Buch ein Teenager geschrieben, der seiner Fantasie ein wenig freien Lauf lässt. 
Die vielen Einschübe auf Spanisch sind zwar nett gedacht, die Übersetzungen fand ich allerdings störend. Auch ohne Spanischkenntnisse ist es nicht sonderlich schwer die paar Wörter zu verstehen. Und mal ernsthaft: "Wie geht es dir Hijo, mein Sohn?" - wer spricht denn so? 
Ich bin nun auf jeden Fall motiviert auch den dritten Teil zu lesen und bin gespannt, was Antonia widerfahren wird. 

Fazit: Deutlich besser als der erste Teil und auf jeden Fall eine nette Lektüre für einen entspannten Nachmittag auf der Couch. 

Freitag, 11. August 2017

Rezension zu "Auf ewig dein"

Autor: Eva Völler
Erscheinungsdatum: 21.07.2017
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9783846600481
Preis: 15,00€

Bewertung: ★★★★☆


Anna und Sebastiano beginnen ein neues Kapitel in ihrem Leben: Die Zeitreise Akademie. Gemeinsam mit ihrem Freund José retten sie Menschen aus vergangener Zeit, um sie zu Zeitwächtern auszubilden. Nur so, können sie den Strom der Zeit im Gleichgewicht behalten. Doch schon bald wird die Beziehung der beiden auf die Probe gestellt und die ganze Akademie begibt sich in große Gefahr!

Wer die Cover der Zeitenzauber Trilogie schon mochte (so wie ich), wird dieses Cover LIEBEN! Die Pastellfarben und das Mädchen in dem viktorianischen Kleid vor den goldenen Dächern Londons. Das Cover lädt auf jeden Fall zum Träumen ein. 

Ich bin ja ein großer Fan der Zeitenzauber Trilogie und habe mich daher sehr gefreut, dass Anna und Sebastiano sich in einer neuen Trilogie in weitere Abenteuer stürzen. 
Zu Beginn habe ich nicht ganz verstanden, warum dafür eine zweite Reihe nötig ist, denn man hätte ja auch einfach die erste weiterführen können. 
Im Laufe des Buches kristallisiert sich allerdings heraus, dass sich die Reihen zwar ähneln, aber dennoch grundverschieden sind. 
Mit Anna hatte ich ja auch in der Zeitenzauber Trilogie so meine Probleme, denn ich fand sie zu unselbstständig. Leider zieht sich diese Charaktereigenschaft bis in die neue Buchreihe, denn auch hier musste ich oft die Augen verdrehen. 
Viel zu abhängig von Sebastiano, zu unsicher und zu anstrengend. Im Verlauf der Geschichte hat sich das zwar ein wenig gebessert, richtig warm geworden bin ich dennoch nicht mit ihr. 
Auch Sebastiano hat mich nicht von den Socken gehauen, aber ihn fand ich ja in den anderen Büchern schon so toll, vielleicht habe ich mich einfach ein Stück weit an ihn "gewöhnt". 
Allerdings konnten mich die Nebencharaktere fesseln: Besonders Ole und Fatima haben es mir angetan - so gegensätzlich und doch ähnlich und dabei auch noch so zuckersüß. Darauf, wie sich diese beiden in den Fortsetzungsbänden noch entwickeln, bin ich sehr gespannt. 
Die Handlung und die Geschichte an sich haben mir gut gefallen, auch wenn ich hin und wieder den Eindruck hatte, dass man sich als Leser ein wenig im Kreis dreht, weil in manchen Passagen ähnliche Dinge passierten, wie in anderen zuvor. Gerade das Ende konnte mich aber dann doch fesseln und mitreißen, sodass ich das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen mochte. 
Schließlich noch ein paar lobende Worte zum Schreibstil: Ich kenne die Autorin ja bereits und war schon immer ein Fan von ihrer Art Geschichten zu erzählen, aber auch Völler - Neulinge werden sicherlich nicht enttäuscht sein: Der Schreibstil ist flüssig, packend und einfach verzaubernd, sodass man mit jedem Wort in eine fremde Zeit abtaucht. 

Fazit: 
Ein toller Auftakt einer neuen Reihe voller Abenteuer, Spannung und Liebe. Ein absolutes Muss für alle Fans der Zeitenzauber - Trilogie! 

Freitag, 4. August 2017

Rezension zu "Die Schule der Nacht"

Autor: Ann A. McDonald
Erscheinungsdatum: 22.05.2017
Verlag: Penhaligon
ISBN: 9783764531775

Preis: 19,99€
Bewertung: ★★★★★


Cassie ist endlich in Oxford angekommen. Doch sie ist nicht etwa hier, um sich ein anerkanntes Diplom abzuholen, sondern um mehr über das Leben ihrer Mutter zu erfahren. Mit ihren Nachforschungen macht sie sich jedoch nicht nur Freunde, sondern stößt bald auf die mysteriöse "Schule der Nacht". Für Cassie bricht eine dunkle Zeit an, denn das Rising steht kurz bevor.

Wenn ich nur das Cover sehen würde, würde ich vermutlich ein bisschen was anderes vom Inhalt erwarten. Ich würde wohl mehr Jugendbuch erwarten, irgendwas in die Richtung von "Bittersweet". Aber die dunklen Farben und das mysteriöse Haus bauen auf jeden Fall schon einmal eine tolle Atmosphäre auf. 

Ich gebe zu, bei diesem Buch habe ich mich ein wenig vom Hype verleiten lassen. 
Der Klappentext selbst hat mir nicht besonders zugesagt, aber ich habe so viele positive Meinungen gelesen, dass ich dachte, ich probiere es mal. 
Ich war erst ein wenig verwirrt, denn das Buch beginnt mit dem Epilog - das hatte ich vorher auch noch nie. Dieser hat mich allerdings schon so sehr gefesselt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es dazu kommt, und was genau hinter den Mauern der sagenumwogenen Universität passiert. 
Ich habe dann auch direkt in die Geschichte gefunden, wobei mir besonders gefallen hat, dass das ganze Geschehen direkt in Oxford startet und nicht erst noch die ganze Vorgeschichte der Protagonistin auseinandergenommen wird, das finde ich oft langweilig. 
Ich habe mich sofort in die Szenerie hineinversetzt gefühlt und bin vor meinem inneren Auge selbst durch die alten Gemäuer gelaufen und habe Antike Bücher in den Händen gehalten. Somit also schonmal ein dickes Plus für das Aufbauen einer tollen, düsteren Atmosphäre. 
Mit den Charakteren verhält es sich dann ein wenig anders: Cassie mochte ich zu Beginn sehr, aber mit der Zeit wurde sie mir ein wenig zu krass und zu aggressiv. Klar, sie hat eine schwere Vergangenheit. aber für meinen Geschmack war sie dann doch ein wenig too much. 
Olivia dagegen hat mich total in die Irre geführt. Erst dachte ich sie sei der obligatorische "Feind" mit der coolen Clique. Als sie sich dann aber mit Cassie angefreundet hat, alles auch noch scheinbar aufrichtig, war ich doch ein wenig überrascht. 
Generell hat mir sehr gut gefallen, dass du in diesem Buch niemandem trauen konntest. Sobald du gedacht hast, du hast den einen aufrichtigen Charakter in diesem Buch ausfindig gemacht, kommt der mit etwas um die Ecke, dass die Würfel noch einmal komplett neu mischt. 
Auch das Fehlen einer tragischen Liebesgeschichte hat mich hier überhaupt nicht gestört - ganz im Gegenteil. 
Bei so einer Art von Büchern lenken Romanzen häufig vom Wichtigen ab und kaschieren so mögliche Schwächen in der Geschichte. 
Hier hat die Autorin das Romantische allerdings auf ein Minimum begrenzt, sodass ich mich komplett auf die Schule der Nacht konzentrieren konnte. 
Gegen Ende wurde mir das alles ein wenig zu verrückt und unrealistisch, auch wenn das wunderbar in die Geschichte gepasst hat. Deswegen gibt es dafür auch keinen Punktabzug. 
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und selbst irgendwie dunkel, sodass er die Atmosphäre auch nochmal verstärkt. 
Spannungsbögen in klassischer Art und Weise sind nicht vorhanden, jedoch ist die ganze Geschichte ein einziges Mitfühlen und Miträtseln, dass es auch an Spannung nicht fehlt. 

Fazit: 
Ein tolles Buch mit toller Atmosphäre und toller Handlung. Auf jeden Fall eins meiner Highlights dieses Jahr!